Otto Creutzfeldt Stipendium

Der Förderung des Stiftungszwecks dient auch die Vergabe von Stipendien an Wissenschaftler, die in ausgewählten Grenzbereichen arbeiten.

In einer ersten Stufe soll die Vernetzung der Neurowissenschaften mit den Ingenieurs- und Computerwissenschaften gefördert werden. Ziel ist es, tiefere Einblicke in das lebende Gehirn zu ermöglichen. Dazu möchte die Stiftung den Aufbau einer nach dem verehrten Lehrer des Stifters - Otto Creutzfeldt - benannten Nachwuchsgruppe auf dem Gebiet der experimentellen Gehirnforschung ermöglichen. Die Förderung erfolgt durch die Übernahme der Personalmittel für den Nachwuchsgruppenleiter (Bezahlung in Anlehnung an das Heisenberg-Stipendium der DFG) sowie die Übernahme der Kosten eines Promotionsstipendiums. Hinzu kommt ein Sockelbetrag für Verbrauchsmittel sowie die Möglichkeit, unbürokratisch die Übernahme von Reisekosten zu beantragen.

Der Nachwuchsgruppe werden Räumlichkeiten am BioImaging Zentrum (BIZ) der Ludwig-Maximilians-Universität München (www.biz.uni-muenchen.de) zur Verfügung stehen. Eine enge Einbindung in die Aktivitäten des BIZ ist (auch in der Lehre) erwünscht und für den Nachwuchsgruppenleiter sicher auch fruchtbar, denn das BIZ kann mit seinen Mitarbeitern (Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure), seinem reichhaltigen methodischen Repertoire, das sich vor allem auf die moderne Lichtmikroskopie erstreckt, und mit seinen intensiven Kontakten zur Industrie in vielerlei Hinsicht Hilfestellung und Anregungen geben. Die Konstellation bietet darüber hinaus eine sehr gute Plattform für die Anwerbung weiterer Drittmittel.

Dem Auswahlgremium gehören außer dem Stifter die Professoren E. Neher (Direktor am MPI in Göttingen), B. Grothe (LMU München), A. Borst (MPI für Neurobiologie, Martinsried) sowie der Vorsitzende des Stiftungsbeirats, Dr. H. Harz an.